Mittelmeerkrankheiten

Unsere Hunde können Krankheitserreger in sich tragen, die überwiegend in den südlichen Mittelmeerstaaten durch Mücken und Zecken übertragen werden. Deshalb werden diese Krankheiten auch Mittelmeerkrankheiten genannt. Weil sich ein Hund natürlich auch im Urlaub in den südlichen Ländern anstecken kann, werden sie auch Reisekrankheiten genannt.

 

Was diese Krankheiten so gefährlich macht ist, dass sie unbemerkt in deinem Vierbeiner schlummern können, und erst später in Deutschland zu Problemen führen.

 

Worauf du achten musst:

Tierschutzorganisationen testen alle Tiere vor ihrer Ausreise. Negative Testergebnisse sind zwar erstmal ein gutes Zeichen, aber keine Garantie für ein gesundes Tier.

 

Denn hier gibt es einen Haken: 

Zwischen der Erregeraufnahme und dem Ausbruch der Krankheit können Wochen, Monate, manchmal Jahre liegen. So benötigt ein Herzwurm beispielsweise 6 Monate für seine Entwicklung und kann erst als erwachsener Wurm nachgewiesen werden. Andererseits können manche Antikörper-Tests positiv ausfallen, weil der Welpe die Antikörper seiner Mutter besitzt, diese aber im Alter von 10 Monaten wieder abgebaut sind.

 

Wichtig ist also: 

Ein Test vor der Ausreise reicht nicht!

Daher sollte unbedingt 6 Monate nach Einreise oder früher bei auftretenden Symptomen erneut getestet werden. Für den Fall, dass eine Infektion kurz vor der Einreise stattgefunden hat, sollte bei den Tieren 6 Monate nach der Einreise unbedingt eine große Blutuntersuchung gemacht werden. Denn, je eher man mit der Behandlung beginnt, desto höher die Heilungschancen für das Tier. Außerdem muss dein Haustier bei einigen Krankheiten bei nachgewiesenem Befall auch dann behandelt werden, wenn es keine Symptome zeigt. Unbehandelt können manche dieser Krankheiten nämlich tödlich enden.